Fälligkeitsfactoring

Der Factoring-Prozess kurz erklärt: Sie reichen noch nicht bezahlte und vorzufinanzierende Rechnungen bei einem Factor ein. Der Factor zahlt Ihnen die Summe nach kurzer Zeit aus und übernimmt mit dem Debitorenmanagement sowie Risiko (Delkrederefunktion) alles Weitere. Dafür bezahlen Sie  eine Gebühr.

Anders ist dies beim Fälligkeitsfactoring als Forderungsverkauf. Statt sofort, zahlt der Factor Ihre Forderungssummen erst dann aus, wenn die Zahlungsfrist auf Ihren Forderungen abläuft (Fälligkeit). Je nachdem, welche Fristen Sie Ihren Kunden einräumen, kann das also mehrere Wochen dauern.

Das Fälligkeitsfactoring ist somit nicht dazu da, die Liquidität und Bonität des Unternehmens zu verbessern. Vielmehr stehen die damit verbundenen Services im Fokus.

Beispielsweise, dass Ihr Unternehmen sich nicht mehr darum kümmern muss, die Forderungen zu verfolgen und falls erforderlich zu mahnen. Zudem haben Sie kein Ausfallrisiko mehr, falls Ihre Kunden nicht innerhalb der Frist bezahlen. Sie können so vorab kalkulieren, wann Sie das Geld vom Factor erhalten. Ferner bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie alle Forderungen einreichen oder nur einen Teil davon (selektives Factoring).

Auch wenn das Auszahlen der Forderungssummen bei dieser Factoring-Variante länger dauert, ist dies kein Nachteil. Tatsächlich ist es für Unternehmen, die das Fälligkeitsfactoring in Anspruch nehmen, eher nebensächlich, da die erforderliche Liquidität im Unternehmen vorhanden ist. Unternehmen möchten mit dieser Variante vielmehr Aufwand und Ausfallrisiko reduzieren.

Eine andere Gruppe, für die das Fälligkeitsfactoring interessant ist, sind Startups. Diese können so beispielsweise Lohnkosten für administrative Positionen einsparen, da sich der Factor um diese Massnahmen kümmert. Die Gebühr dafür ist im Vergleich zu den Lohnkosten vorteilhaft.

(Achtung: swissbilling bietet diese Variante des Factoring selbst nicht an.)

 

Was sind Ihre Vorteile beim Fälligkeitsfactoring?

  • Freie Ressourcen: Der Factor nimmt Ihnen das Debitorenmanagement ab und Sie können die Ressourcen in Ihrem Unternehmen anders einsetzen. Dadurch arbeiten Sie – ob wachsendes Unternehmen oder Startup – deutlich effizienter und sparen hohe interne Kosten, beispielsweise für administrative Positionen.
  • Liquidität kontrollieren: Vor allem dann, wenn Ihr Unternehmen keinen Kapitalbedarf hat, kann es ein Problem sein, wenn sämtliche Forderungen sofort vorfinanziert würden. Indem Sie das Fälligkeitsfactoring nutzen, zögern Sie das Auszahlen des Kapitals hinaus, ohne auf die effektiven Services des Factorings verzichten zu müssen.
  • Volle Kontrolle: Sie entscheiden, wie viele Ihrer offenen Forderungen Sie beim Factor einreichen. Es können durchaus alle sein, aber auch nur ein Teil davon. Das entscheiden Sie insbesondere auf Basis des mit den einzelnen Forderungen verbundenen Aufwands und Risikos.
  • Ausfallrisiko reduzieren: Reichen Sie exakt die Forderungen ein, bei denen das Risiko oder der Kommunikationsaufwand wahrscheinlich höher sein wird. Der Factor übernimmt das Risiko und Sie können sich sicher sein, dass Sie das Geld zum fixen Datum erhalten.
  • Überschaubare Gebühren: Die Gebühren dafür sind attraktiv. Vor allem deshalb, weil der Factor das Geld zunächst bei sich behält und nicht vorausleistet. Die Gebühren fallen je nach Anbieter unterschiedlich aus. Fälligkeitsfactoring bietet swissbilling selbst nicht an.

 

Wie sieht der Ablauf beim Fälligkeitsfactoring aus?

  1. Summen berechnen: Sie berechnen Ihren Kunden die Rechnungssumme. Dabei setzen Sie eine Frist von einem Monat zum Bezahlen fest.
  2. Übermitteln: Sie übermitteln diese Forderungen an den Factor, der sie prüft und akzeptiert. Da Sie keine weiteren Schritte mehr unternehmen müssen, können Sie die Forderungen theoretisch schon als «bezahlt» markieren – auch wenn der Factor das Geld erst zu einem späteren Zeitpunkt auszahlt.
  3. Debitorenmanagement: Der Factor stellt auf Basis Ihrer Rechnung eine neue Forderung aus und lässt diese Ihrem Kunden zukommen. Der Kunde muss das Geld nun an den Factor überweisen und nicht mehr an Sie. Als verdeckter Prozess funktioniert das Fälligkeitsfactoring normalerweise nicht.
  4. Ablauf der Frist und Auszahlen des Geldes: Nach einem Monat läuft die Frist ab (Fälligkeit) und der Factor zahlt Ihnen die entsprechenden Summen aus. Dabei zieht er die vereinbarte Gebühr direkt ab.
  5. Mahnwesen: Bestenfalls haben Ihre Kunden das Geld bereits innerhalb der Frist an den Factor überwiesen. Falls nicht, übernimmt er nun auf kundenfreundliche Art und Weise das Mahnwesen. Sie erhalten Ihr Geld trotzdem und müssen es dank der Risikoübernahme auch nicht zurückzahlen. Falls der Kunde trotz Mahnwesen noch nicht bezahlt, übernimmt der Factor meist auch das Inkasso.

Möchten auch Sie Ihre Forderungen fakturieren?

Zwar bieten wir bei swissbilling kein Fälligkeitsfactoring an, sondern nur die klassische Variante, bei der Sie das Geld stets sofort erhalten. Doch auch diese Variante hält für Ihr Unternehmen oder Startup diverse Vorteile bereit. Lassen Sie sich deshalb von unseren Experten beraten und eine individuelle Offerte erstellen..

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